Glossar
18 Fachbegriffe erklärt
A
B
Bassinage
Bassinage (frz. bassiner = besprenkeln) ist ein Verfahren, bei dem ein reservierter Wasseranteil erst am Ende der Knetzeit schluckweise in den Teig eingearbeitet wird — nachdem das Glutennetz bereits
Biertreber
Biertreber (auch: TreberbrotZutat) ist ein Nebenprodukt der Bierbrauerei — die ausgelaugten Malzkörner, die nach dem Maischen und Läutern übrigbleiben. Die Stärke wurde vom Brauwasser extrahiert, zurü
Biga
Fester italienischer Vorteig aus Mehl, Wasser und sehr wenig Hefe (0,2–1 % der Mehlmenge). Reift 12–24 Stunden bei Raumtemperatur oder kühler. Typisch für Ciabatta, Focaccia und viele italienische Bro
Brühstück
Körner, Saaten, Flocken, Schrot oder Mehl werden mit heißem Wasser (65–95 °C) übergossen — nicht gekocht. Das heiße Wasser löst durch die Hitze Stärkeverkleisterung aus und bindet mehr Wasser als ein
F
Fenstertest
Schnelltest zur Überprüfung der Glutennetzentwicklung: Ein kleines Stück Teig wird zwischen den Fingern so dünn auseinandergezogen bis Licht hindurchscheint — wie ein Fenster. Reißt der Teig dabei ohn
Fermentolyse
Fermentolyse (Wortschöpfung aus „Fermentation" + „Autolyse") ist eine Ruhephase zu Beginn der Teigherstellung, bei der Mehl, Wasser und die fermentierten Vorstufen (Sauerteig, LM, Poolish o.Ä.) zusam
K
L
P
Pochieren
Die geformten Teiglinge werden vor dem Backen kurz in heißem Wasser gegart — typischerweise 30–60 Sek. pro Seite. Das Wasser ist heiß, aber nicht siedend. Klassisch bei Bagels, Laugengebäck und Pretze
Poolish
Flüssiger französischer Vorteig aus gleichen Teilen Mehl und Wasser (100 % Hydration) und sehr wenig Hefe (0,1–0,5 %). Reift 8–16 Stunden bei Raumtemperatur oder kühler. Erkennungsmerkmal: blasige, sc
Q
R
Rösten (Saaten & Nüsse)
Trockenes Rösten in der Pfanne ohne Öl intensiviert Aromen durch die MaillardReaktion. Im Backkontext vor allem für Brühstücke, Topping und Einlagen. Einschichtig — keine gestapelten Körner S
Ruchmehl
Ruchmehl ist ein Schweizer Weizenmehl das in Deutschland und Österreich kaum bekannt ist, aber in der Schweizer Bäckerei Standard ist. Der Name kommt vom alemannischen „ruch" = grob/rau. Es liegt zwi
S
Salzsauer
RoggenSauerteig dem Salz von Anfang an beigegeben wird — typisch 1,5–2 % der Mehlmenge. Das Salz verlangsamt die Fermentation und unterdrückt unerwünschte Bakterienstämme, ohne den Trieb zu blockieren
Schwaden
Bedampfen des Backofens unmittelbar nach dem Einschießen des Teiglings. Der Dampf kondensiert auf der kalten Teigoberfläche und hält sie feucht und dehnbar — der Teigling kann während des Ofentriebs m
Schwimmtest
Gartest für Teiglinge, die anschließend pochieren werden: Ein Teigling wird in zimmerwarmes Wasser gelegt. Schwimmt er innerhalb weniger Sekunden oben auf, hat er genug Gärgase eingelagert und ist bac
Stretch & Fold
Schonende FaltTechnik während der Stockgare als Alternative oder Ergänzung zum intensiven Kneten. Der Teig wird von einer Seite hochgezogen (stretch) und über sich selbst gefaltet (fold) — 4 Mal pro R