Kochstück
Definition
Körner oder Schrot werden mit Wasser auf dem Herd aufgekocht und gegart bis das Wasser vollständig aufgesogen ist. Die intensive Hitze führt zu vollständiger Stärkeverkleisterung — das Ergebnis hat eine breiartige Konsistenz.
Sonderform Mehlkochstück: Mehl wird mit Wasser aufgekocht und zur festen Paste eingekocht (bindet sehr viel Wasser, verbessert Frischhaltung extrem).
Abgrenzung:
- quellstueck → kaltes Wasser, keine Hitze
- bruehstueck → heißes Wasser, kein Kochen
- Kochstück → wird aktiv gekocht bis Wasser aufgesogen
Wozu wird es verwendet?
- Maximale Wasseraufnahme und Frischhaltung
- Macht ganze Körner komplett weich und kaustisch angenehm
- Gibt dem Brot eine saftige, fast feuchte Krume
- Ganze Roggenkörner werden erst durch Kochen essbar und weich
Typische Werte / Parameter
| Parameter | Typischer Wert |
|---|---|
| Wassermenge | 100–150 % der Kornmenge |
| Kochzeit | 15–25 min köcheln |
| Quellzeit nach dem Kochen | mind. 2 h, besser über Nacht |
| Typische Zutaten | Ganze Roggenkörner, Roggenschrot, Dinkelkörner |
Rezepte die diesen Begriff verwenden
- roggen-vollkorn-kasten — Roggenkorn-Kochstück
- vollkornbrot-mit-oelsaatenkruste — Roggenschrot-Kochstück
Verwandte Begriffe
Quellen
- Der Heimbäcker — Roggen-Vollkorn-Kasten